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Lebensversicherung mit Garantie-Auszahlung

Eine Lebensversicherung bietet immer öfter eine „Auszahlungsgarantie“ – eine Ablaufleistung, die mindestens genauso hoch wie die Einzahlungssumme aller Prämien ist. Das klingt für viele Anleger sehr verlockend, aktuelle Studien im Auftrag der britischen Lebensversicherung „Standard Life“ haben aber gezeigt, dass das meistens nicht notwendig ist, die Kosten und Gebühren für Anleger erhöht und die Renditechancen reduziert. Die „Gebühr“ der Garantie, dass man am Ende der Laufzeit mindestens den einbezahlten Sparbetrag zurückbekommt, hängt hauptsächlich von der Laufzeit, vom Zinsniveau und von der Anlagehöhe ab. Das Forschungsteam der Standard Life hat herausgefunden, dass die Garantie-Kosten enorm gestiegen sind, seitdem die Zinsen am Finanzmarkt gesunken sind. Die Kosten zur Absicherung einer Garantie betragen nun statt € 100.000 Euro vor 15 Jahren mittlerweile rund € 170.000 und sind somit höher als das 1,7-fache des eingezahlten Betrages. Je länger die Garantie greift, desto drastischer sind die Kosten: Bei 25 Jahren betragen sie das Vierfache, bei 35 Jahren sogar das Achtfache der eingezahlten Summe.

 

Noch dazu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Garantiefall tatsächlich eintrifft, sehr gering ist – das hat die Studie anhand einer Gegenüberstellung eines durch Garantien abgesicherten Einzahlungsbetrages und eines simulierten, einmaligen Investments in gleicher Höhe am weltweiten Aktienfinanzmarkt gezeigt.

 

Das Fazit der Studie: Kosten für eine Kapitalgarantie bei einer langfristigen Einmalerlage sind hoch, das tatsächliche Eintreffen eines Garantiefalls ist unwahrscheinlich und die Garantieleistung ist gering. Kosten dafür müssen dem Klienten transparent dargestellt werden und die Entscheidung für oder gegen eine Garantie muss individuell erfolgen.